BüGeVO  e.V. = Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Vorderer Odenwald
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1. Müssen die Mitglieder der BüGeVO haften, wenn ein Projekt scheitern sollte und Verbindlichkeiten entstehen ?  

Nein. In einem Verein haftet der Vorstand, das heißt, der Erste und der Zweite Vorsitzende. Eine Unterstützung oder auch Trägerschaft größerer Projekte durch die BüGeVO würde vertraglich und juristisch so gestaltet, daß die Mitglieder keine Forderungen zu befürchten hätten.

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2. Wofür werden die eingenommenen Mitgliedsbeiträge verwendet?

Das Geld wird für die entstehenden Kosten wie Flyer, Bankgebühren, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Wir finanzieren davon Aktionen, Veranstaltungen und Einsätze, die das Thema um den Raubbau an der Gesundheitsversorgung transportieren. Sollte der Verein irgendwann - aus welchen Gründen auch immer - aufgelöst werden, so wird das Vereinsvermögen - entsprechend Vorstandsbeschluss unter anderem - der Hospizstiftung Bergstraße e.V. zur Verfügung gestellt, um  die Gemeinnützigkeit und damit steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zu gewährleisten. 

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3. Wie hoch sind die Vorstandsbezüge?

Vorstand und Beirat sind rein ehrenamtlich tätig. Sie stellen dem Verein ihr Wissen und ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung. Vergütungen, die über den Ersatz von Auslagen hinausgehen, sind nicht vorgesehen.

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4. Warum soll der Neubau in Winterkasten verwirklicht werden und nicht beispielsweise im Schlierbachtal, das verkehrsmäßig im Kreis Bergstraße zentraler läge?  

In Winterkasten finden wir für das geplante Projekt optimale Bedingungen vor. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Hessen hat ihre Unterstützung zugesagt. Das vorgesehene Grundstück, das wohl günstig erworben werden könnte, liegt in unmittelbarer Nähe zur Eleonoren-Klinik. Daher könnten viele Einrichtungen der Klinik mitgenutzt werden (Küche, Caféteria, Physikalische Therapie, Bewegungsbad, Technischer Dienst, Blockheizkraftwerk, gegebenenfalls auch Pförtner und Nachtdienst-Arzt). Dadurch würden die Erstellungskosten deutlich geringer ausfallen, die Betriebskosten wären dauerhaft erheblich niedriger. Durch die Synergie-Effekte würde die Ertragslage – im Vergleich zu allen anderen Standorten – wesentlich verbessert. Nur hierdurch könnte sich eine Akutklinik unter 100 Betten finanziell rechnen.

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5. Warum brauchen wir ein Facharzt-MVZ?  

Das Facharzt-MVZ ist das Bindeglied zwischen Hausarzt-MVZ und der stationären Versorgung. Die Ärzte und Ärztinnen im Hausarzt-MVZ haben bei problematischen Fällen den direkten Zugang zu fachärztlicher Kompetenz, was die persönliche Verantwortung mindert und Sicherheit gibt. Die Fachärzte können sowohl ambulant als auch stationär tätig sein, benötigen dazu aber eine kassenärztliche Zulassung oder Ermächtigung.

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6. Warum brauchen wir nach wie vor eine stationäre Einheit?  

Ohne eine stationäre Behandlungsmöglichkeit wird es nahezu unmöglich werden, qualifizierte Fachärzte in ausreichender Zahl zu gewinnen. Wenn ein Facharzt jeden Patienten, der auch nur ein paar Tage stationär behandelt werden muß, an eine weit entfernte Klinik abgeben muß, obwohl er von der eigenen Fachkompetenz her die weitere Behandlung selbst übernehmen könnte, wird es ihn nicht lange hier halten.

Hätten wir eine stationäre Einrichtung, könnten wir die komplette Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin für Allgemeinmedizin an einem Ort anbieten. Klinische Ausbildung in Innerer Medizin und Chirurgie, Dialyse-Abteilung, Notfallmedizin, Reha-Klinik und vor allem Hausarztmedizin vor Ort mit dem Rückhalt eines kompetenten Fach- und Hausarztteams als Mentoren. Und wer den Odenwald dann einmal lieb gewonnen hat, der wird wohl auch gerne hier als Landarzt oder Landärztin weiterhin praktizieren.    

Die übrigen Gründe für die stationäre Einheit sind bekannt (lange Wegstrecken, Topographie, Notfallversorgung, Bereitschaftsdienstzentrale mit Fahrdienst, Notarztstandort, Überlastung der anderen Kliniken in Infektzeiten!).

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